IPSO wurde 2020 von Rebecca Minten gegründet – aus der Neugier heraus, transdisziplinäre Kollaborationen zu entwickeln, die auf Austausch, gemeinsamer Recherche und kollektiver Kreation basieren.
Zentral für die Arbeitsweise des Kollektivs ist ein flach hierarchisches Verhältnis zwischen den Disziplinen. Künstler*innen aus Musik, Theater, Tanz, Zirkus und Marionettenspiel begegnen sich auf Augenhöhe und ermutigen sich gegenseitig dazu, neue Rollen einzunehmen und die eigenen künstlerischen Grenzen zu erweitern.
Die neue Kreation No Strings Attached beschäftigt sich mit dem Thema der Manipulation: der Manipulation von Objekten, Musikinstrumenten, Körpern, Erzählungen und Systemen. Die Performance erschafft eine Welt an der Grenze zum Surrealen, in der Rollen vertauscht und Identitäten verwischt werden.
Das Stück findet Inspiration in der Welt der Marionetten sowie im Objekt- und Figurentheater. Im Zentrum der Recherche steht die Beziehung zwischen Marionette und Marionettenspielerin — oder zwischen Instrument und Instrumentalistin:
Wer steuert wen?
In welchem Verhältnis stehen die beiden zueinander?
Und wie verändern sich diese Rollen im Verlauf einer Handlung?
Durch das Spiel mit Kontrolle, Abhängigkeit und Verschiebung beginnt die Grenze zwischen Subjekt und Objekt zu verschwimmen. Körper, Instrumente und Gegenstände entwickeln eine eigene Präsenz und bringen die Wahrnehmung von Realität ins Wanken.
Zwischen Konzert, visueller Performance und körperlichem Theater entsteht eine poetische und zugleich irritierende Bühnenwelt, die unser Verhältnis zu Kontrolle, Autonomie und Fremdbestimmung befragt.
Vermittlungsformat: Kreationsprozesse – Wie geht das? Wie entsteht eine kollektive Performance? Die Stücke von IPSO basieren auf Austausch, Improvisation und kollektiven Experimenten an der Schnittstelle von Musik, Theater und Bewegung. Doch wie funktioniert das konkret? Wie trifft man Entscheidungen in der Gruppe und geht mit Unterschieden um? In diesem einstündigen Format gibt IPSO Einblick in die eigenen Arbeitsmethoden. Durch Gespräche, kurze Übungen und performative Elemente wird erfahrbar, wie gemeinsame Kreation gelingt.
Infos zu dem Format der Crossover Studios: Innovationsfonds Kunst fördert neues Projekt der Halle 16 — stiftung kulturlabor
Dank der Förderung des Innovationsfonds Kunst, einem Förderprogramm des Landes Baden-Württembergs, kann der soziokulturelle Raum Halle 16 das Projekt umsetzen.
Zeit: Freitag, 13. November 2026, 10:00 Uhr - Sonntag, 15. November 2026, 20:00 Uhr
Ort: HALLE 16: Projektraum für Kunst, Zeppelinstraße 16, 72172 Sulz am Neckar
Ohne festen Eintritt, Spenden sind erwünscht. Sie sind für den Erhalt des Betriebes der Halle notwendig.