Klangwelten in der Halle 16, klangvoll präsentiert von Volker Luft
Am 9. Mai 2026 war Volker Luft, Gitarrist, Komponist und Gitarrenlehrer, mit seinem vielfältigen Soloprogramm „Klangwelten“ zu Gast in der Halle 16. Der Künstler aus dem Nordschwarzwald ist ausgebildeter Musiker und Pädagoge. In seiner Musik fusioniert er sehr unterschiedliche Musikstile und Einflüsse, von der Renaissance zum Barock, vom Flamenco zum Tango, vom Jazz zum Blues, und Einiges mehr.
Volker Luft hat neben zahlreichen Konzerten im In-und Ausland mit verschiedenen Ensembles und in letzter Zeit zunehmend als Soloartist, auch an vielen Theaterproduktionen, Radio- und Fernsehauftritten mitgewirkt.
Sein Programm umfasste neben neu arrangierten Stücken, unteranderem von Beethoven und Gershwin, hauptsächlich Kompositionen auseigener Feder. Seine musikalische Bandbreite konnte er an diesem Abend dem Sulzer Publikum mit viel Gefühl und großem technischem Können sehr unterhaltsam unter Beweis stellen. Jedes Lied wurde mit einer interessanten und erhellenden Anekdote eingeführt, die gerade bei den Eigenkompositionen ein wenig hinter die kreativen Kulissen blicken ließen, wer oder was die einzelnen Songs inspiriert hat.
So erinnerte die Komposition „Recuerdos de la Al Andalus“ (Erinnerungen an Al Andalus) an eine Periode der Geschichte Andalusiens, die vom Anfang des 8. bis zum Ende des 15. Jahrhunderts stark vom Islam geprägt wurde. Daher überrascht es wohl auch kaum, dass der Name Andalusien sich vom arabischen Al Andalus ableitet. Wenn man genau hinhörte, konnte man subtile arabische Anklänge herausfiltern.
Der Song „Tango Piazol“ bezog sich auf den bekannten argentinischen Bandoneon Spieler, Komponisten, und Begründer des „Nuevo Tango“, Astor Piazzolla. Und „Flamenco de Sur“, das letztes Lied des offiziellen Programms, war eine Hommage an den unvergesslichen Paco de Lucia. Zum Abschluss gab es noch zwei Zugaben, unter anderem mit dem Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“, das zum Mitsingen animierte.
Mit nur geringem technischem Aufwand (bestehend aus einer etwas ungewöhnlichen – maßgeschneiderten - akustischen Gitarre, zwei Lautsprechern, und einem Mikrophon für die Moderation) aber vor allem mitgroßem musikalischem Können gelang es Volker Luft, seine Klangweltenklangvoll umzusetzen.
Die Musik war berührend und beruhigend zugleich, und vor allem unterhaltsam, nicht zuletzt wegen der dargebotenen Vielfalt. Ein wahres Seelenpflaster in diesen unseelig [sic] aufgeregten Zeiten, die wir gerade durchleben, was dementsprechend von den Zuhörern honoriert wurde.
Umgekehrt zeigte sich Volker Luft begeistert von der Halle 16, und würde sich, wie das Publikum übrigens auch, über ein baldiges Wiedersehen freuen.
In diesem Sinne, bleibet d'ran und gugget wiedr rei oder auf Neudeutsch: stay tuned!
Text: Hans
Fotos: Louisa